Nach längerer direkter Sonne auf Kopf und Nacken können Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel auf einen Sonnenstich hinweisen. Ein Hitzschlag ist eine andere, potenziell lebensbedrohliche Hitzereaktion. Wenn eine Person verwirrt, stark benommen oder bewusstlos ist, zählt schnelle Hilfe.
Erste Schritte bei Verdacht auf Sonnenstich
Bringen Sie die betroffene Person aus der Sonne an einen kühlen Ort. Lagern Sie den Oberkörper beziehungsweise Kopf bequem etwas erhöht und kühlen Sie Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern. Bieten Sie Wasser nur an, wenn die Person wach ist, sicher schlucken kann und nicht erbricht. Beobachten Sie Bewusstsein und Atmung.
Wann wird es ein Notfall?
Rufen Sie sofort 112, wenn die Person bewusstlos ist, nicht normal atmet, verwirrt wirkt oder ein Hitzschlag vermutet wird. Kühlen Sie den Körper weiter, während Sie auf Hilfe warten, und befolgen Sie die Anweisungen der Leitstelle. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden ohne akute Lebensgefahr sollte eine Ärztin oder ein Arzt die Situation beurteilen. Außerhalb der Sprechzeiten hilft die 116117 bei der Einordnung.
So beugen Sie vor
Schützen Sie Kopf und Nacken vor direkter Sonne, suchen Sie bei starker Hitze Schatten und vermeiden Sie längere körperliche Anstrengung in der Mittagshitze. Kinder, ältere Menschen und Personen mit bestimmten Erkrankungen oder Medikamenten können besonders empfindlich auf Hitze reagieren. Fragen Sie bei Unsicherheit zu Ihrer persönlichen Situation in der Praxis nach.
Diese Hinweise ersetzen keinen Erste-Hilfe-Kurs und keine medizinische Untersuchung.
Quellen und Stand (19.10.2026): IQWiG: Wann schadet Hitze der Gesundheit?, Deutsches Rotes Kreuz: Erste Hilfe bei Sonnenstich und DRK: Hitzschlag.




