Eine Vorsorgeuntersuchung beim Hausarzt ist ein Anlass, über Ihre Gesundheit und mögliche Risiken zu sprechen. Die allgemeine Gesundheitsuntersuchung, oft „Check-up“ genannt, folgt bei gesetzlich Versicherten einem festgelegten Leistungsumfang. Sie ersetzt weder die Abklärung aktueller Beschwerden noch andere Früherkennungsprogramme.
Wer kann den Gesundheits-Check-up nutzen?
Gesetzlich Versicherte zwischen 18 und 34 Jahren können die allgemeine Gesundheitsuntersuchung einmal in Anspruch nehmen. Ab 35 Jahren ist sie alle drei Jahre vorgesehen. Ob und wann eine Untersuchung für Sie sinnvoll ist, können Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen. Bei Beschwerden müssen Sie nicht bis zum nächsten Check-up warten.
Was gehört zur Untersuchung?
Zum Check-up gehören ein Gespräch über Ihre eigene und familiäre Krankengeschichte, Lebensgewohnheiten und mögliche Risiken, eine körperliche Untersuchung, die Messung des Blutdrucks, die Durchsicht des Impfstatus und eine Beratung. Ab 35 Jahren werden zusätzlich Urin sowie Blutzucker- und Cholesterinwerte untersucht. Bei jüngeren Versicherten sind Laboruntersuchungen im Rahmen des Check-ups nur bei entsprechenden Risikofaktoren vorgesehen. Ärztlich begründete weitere Untersuchungen können sich unabhängig davon aus Ihrem individuellen Anliegen ergeben.
Ab 35 Jahren können gesetzlich Versicherte im Rahmen des Check-ups außerdem einmalig ein Screening auf Hepatitis B und Hepatitis C nutzen. Die Praxis bespricht mit Ihnen, welche Ergebnisse vorliegen, was sie bedeuten und ob weitere Schritte sinnvoll sind. Ein unauffälliger Check-up ist keine Garantie, dass keine Erkrankung besteht.
Andere Früherkennungsangebote sind eigenständig
Der allgemeine Check-up ist nicht dasselbe wie die Krebsfrüherkennung. Für bestimmte Erkrankungen gibt es eigene Programme mit anderen Altersgrenzen und Abständen. Beispielsweise können gesetzlich versicherte Frauen und Männer ab 50 Jahren zur Darmkrebs-Früherkennung entweder alle zwei Jahre einen Stuhltest oder zweimal im Abstand von zehn Jahren eine Darmspiegelung nutzen. Für Frauen von 50 bis 75 Jahren wird derzeit alle zwei Jahre ein Mammographie-Screening angeboten. Diese Angebote haben eigene Vor- und Nachteile; eine persönliche Beratung hilft bei der Entscheidung.
So bereiten Sie Ihren Termin vor
- Notieren Sie Beschwerden, Fragen, Vorerkrankungen und Medikamente, die Sie einnehmen.
- Bringen Sie vorhandene Befunde und Ihren Impfausweis mit, sofern verfügbar.
- Fragen Sie bei der Terminvereinbarung, ob Sie für eine geplante Blutuntersuchung nüchtern erscheinen sollen.
- Sprechen Sie an, welche Früherkennungsuntersuchungen Sie bereits genutzt haben.
Für einen Termin oder Fragen zu Ihren Möglichkeiten erreichen Sie die Praxis über die Kontaktseite. Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche medizinische Beurteilung.
Quellen und Stand (19.10.2026): Gemeinsamer Bundesausschuss: Gesundheitsuntersuchungen, G-BA: Darmkrebs-Früherkennung ab 50 und G-BA: Mammographie-Screening. Leistungsumfang und Anspruch können sich ändern.




