Bewegung, Ernährung und andere Gewohnheiten können den Blutdruck verbessern. Ob diese Maßnahmen allein ausreichen, hängt von der Höhe des Blutdrucks und Ihrem gesamten Herz-Kreislauf-Risiko ab. Setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenständig ab.

Den Wert richtig einordnen

Ein erhöhter Praxiswert sollte durch wiederholte Messungen bestätigt werden, häufig mit einer 24-Stunden-Messung. Auch Heimmessungen können hilfreich sein, wenn Gerät und Messmethode passen. Die Ärztin oder der Arzt berücksichtigt Begleiterkrankungen, Nierenfunktion, Medikamente und persönliche Risiken.

Was Sie selbst beeinflussen können

Regelmäßige Bewegung, weniger Salz, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, Rauchstopp und wenig oder kein Alkohol sind Maßnahmen mit belegtem Nutzen. Beginnen Sie mit Änderungen, die zu Ihrer gesundheitlichen Situation passen, und besprechen Sie größere Trainings- oder Ernährungsumstellungen bei bestehenden Erkrankungen. Tees, Nahrungsergänzungsmittel und „natürliche Blutdrucksenker“ ersetzen keine wirksame Behandlung.

Wann sind Medikamente sinnvoll?

Bei stark erhöhtem Blutdruck, hohem persönlichem Risiko oder wenn Lebensstiländerungen nicht ausreichen, können Blutdruckmedikamente nötig sein. Die Entscheidung sollte zusammen mit der behandelnden Praxis fallen. Brustschmerzen, schwere Atemnot, Lähmungserscheinungen oder Bewusstseinsstörungen sind Notfälle: Wählen Sie 112.

Quellen und Stand (19.10.2026): IQWiG: Bluthochdruck und IQWiG: Blutdruck durch Lebensstil senken.